gesehen. Enterprise (Season 2) #MissionStarTrek2017

2017 ist schon wieder vorbei – das Jahr, das ich zum Star Trek Jahr ausgerufen hatte – #MissionStarTrek2017. Nunja – die Bilanz sieht nun so aus, dass ich zwei Staffeln Enterprise, eine Halbstaffel Discovery, und die ersten 6 Filme mit der TOS-Crew sichten konnte. Hätte gern mehr sein können, denn ich habe definitiv meine Leidenschaft für dieses Universum entdeckt. Allerdings entwickelte ich im Laufe des Jahres ebenso ein wiederaufflammendes Interesse für das Superheldengenre, was mein Antrieb war, als ich die beiden Viewingguides für Marvel und DC schrieb – und mich schließlich auch selbst tief in das Marvel-Universum eintauchen ließ.

Für Discovery brauchte ich zwei Anläufe, da ich genau zur Staffelmitte meine Doktorarbeit zu verteidigen hatte, und mich dies nervlich ziemlich aufgefressen hat – also begann ich im Dezember noch einmal von vorn, und schaute die 9 Folgen innerhalb weniger Tage durch – was übrigens meiner Meinung nach auch viel besser funktioniert als der wöchentliche Rhythmus. Dies ist natürlich dem Format geschuldet. Das Procedural-Format, das Enterprise fährt und nur lose einen übergreifenden Handlungsbogen im Hintergrund fährt, bildet dazu einen schönen Kontrast. Dazu gleich mehr.

An der Podcastfront hat sich in Sachen Star Trek dieses Jahr so einiges getan, was meine Motivation für dieses Franchise ebenfalls enorm gepusht hat:
Discovery Panel – ist ein ganz fantastischer Podcast zweier Star Trek-Fans (Andreas Dohm und Sebastian Sonntag), die sich Woche für Woche mit der aktuellen Serie auseinandersetzen – und auch hier und da ihre Schwierigkeiten damit haben. Für alle, die Discovery schauen, ein Muss!
Trek am Dienstag – hier habe ich noch nicht reingehört, aber vielleicht ist dieser Podcast der Schlüssel für mich, doch noch mal in die originale Star Trek Serie reinzuschauen – denn genau das covern Simon und Sebastian hier Woche für Woche. Und wenn sie in dem Tempo weitermachen, sind sie in 15 Jahren bei Discovery angelangt.
Second Unit – befasst sich seit Ende diesen Jahres auch endlich mit Star Trek, hier natürlich mit den Filmen. Kein geringerer als David Noack steht hier als allwissender Star Trek-Nerd zur Seite, der mir auch schon viele Tipps für den Einstieg in dieses gigantische Franchise gegeben hat – sein Tipp war es übrigens auch, mit Enterprise anzufangen.

Und damit auch zurück zu Enterprise. Season 2 hat mich die letzten 5 Wochen beschäftigt – stattliche 26 Episoden wurden hier schließlich abgedreht. Aber – und hier folgt schon der erste Kritikpunkt an dieser Staffel – gefühlt ist rein gar nichts passiert. Ich bin nach all diesen Episoden regelrecht enttäuscht, dass trotz all der Zeit, die die Drehbuchautorenschaft hier hatte, die Enterprise nur selten ihrer eigentlichen Mission nachgeht – der Forschung und Erforschung des Alls. Größere Handlungsbögen findet man hier kaum, selbst der Temporal Cold War findet (zum Glück, wie ich finde) kaum noch Erwähnung. Immerhin gibt es schon früh in der Staffel mal so etwas wie eine Doppelfolge. Und der Cliffhanger am Ende der Staffel ist zumindest vielversprechend – es wartet anscheinend eine neue interessante Spezies (Xindi), ein unbekanntes und bedrohliches Terretorium (Delphic Expanse), und vielleicht wird dies ja auch als Anstoß genommen, endlich mal wieder zu forschen.

Visuell ist die Staffel mit Höhen und Tiefen durchsetzt. Die CGI-Außenaufnahmen von einigen Föderationszentren oder auch auf der Erde sehen schlicht grauenhaft aus – das wirkt auf dem großen Bildschirm überhaupt nicht gut. Außenaufnahmen im All gibt es aber gefühlt deutlich mehr als in Staffel 1, und die wirken auch meist sehr gelungen. Hier gefällt mir wieder, dass die Serie schon komplett in 16:9 gedreht wurde, was diesen Szenen insbesondere zugute kommt.

Eine Episode, die ich sehr genossen habe, war S02E04 „Dead Stop“, bei der die Enterprise schwer beschädigt eine Reparaturstation ansteuert – und dabei komplett gescannt wird und dabei sämtliche Daten des Schiffes ausgelesen werden. Ein hochaktuelles Thema, wenn man so will. Und ebenso visuell eine wahnsinnig tolle Episode, denn das schlichte, weiße Innendesign der Raumstation ist sehr gelungen, als auch die Reparatur und schlussendliche Zerstörung der Station selbst sind sehr ansehnlich. Kleine Anekdote: Trip erwähnt in einer Szene, dass der Zentralcomputer der Enterprise über drei volle Stockwerke gehen soll – was ich angesichts heutiger Computerleistungen schon reichlich übertrieben finde. Aber wer weiß, vielleicht muss T’Pol ja heimlich Kryptowährungen minen.

Am überflüssigsten war bereits die nächste Episode, S04E05 „A Night in Sickbay“, in der Captain Archer alles um sich vergisst, weil sein Hund Porthos krank ist. Mit dieser Folge haben sich die Drehbuchautoren meiner Meinung nach keinen Gefallen getan, denn der Figurenzeichnung von Archer wirkt das schon ziemlich lächerlich. Porthos taucht dann gefühlt bis zum Ende der Staffel auch nicht mehr auf.

Ein nettes Detail ist der Erstkontakt mit den Borg in S02E23 „Regeneration“, die am Ende der Folge ein Signal in den Delta-Quadranten schicken, die erst im 24. Jhd. ankommen wird. Auch schön fand ich die Folge S02E02 „Carbon Creek“, in der T’Pol eine Geschichte über den wahren Erstkontakt der Vulkanier mit den Menschen erzählt – wahr oder nicht, diese Folge ist sehr schön inszeniert (spielt sie doch in den 1950ern), und als unbedarfter Star Trek-Fan grübelt man kurz, ob etwas wahres dran ist – genauso wie Archer und Trip.

Insgesamt empfand ich die Staffel als durchschnittlich, so richtige Ausreißer nach oben gab es kaum, richtig schlechte Episoden waren aber auch nur 2-3 dabei. Insgesamt funktioniert Enterprise als Prequel aber deutlich besser als Discovery, da es diese Rolle ernster nimmt – wobei wir beim derzeitigen Stand immer noch abwarten müssen, in welche Richtung sich Discovery noch entwickeln wird.

06 / 10
gesehen auf: Netflix DE

DC TV Universe („Arrowverse“) Viewing Shizzle

„Was Marvel kann, das können wir doch auch!“ – Oder so ähnlich muss man bei DC bzw. The CW gedacht haben, als man begann das sogenannte Arrowverse aufzubauen. Und in der Tat – es ist kompliziert. Nicht weniger als vier Serien laufen mittlerweile parallel, mit einem Output von in der Summe 85 Episoden allein in der letzten Season. Ein ziemliches Mammutprojekt, wenn man zu diesem Zeitpunkt noch neu einsteigen bzw. aufholen möchte – 303 Episoden wären dies vor Start der 2017-2018er Season, bestehend aus aus Arrow (5 Seasons), The Flash (3 Seasons), Supergirl (2 Seasons), Legends of Tomorrow (2 Seasons), Constantine (1 Season) sowie den kleineren Webproduktionen Vixen (2017 als Film zusammengeschnitten worden), Blood Rush und Chronicles of Cisco.

Muss man sich das geben? Natürlich nicht. Wer kein Interesse an Arrow, jedoch an The Flash hat, der kann die anderen Serien getrost ignorieren und wird trotzdem glücklich. Ich persönlich mag jedoch die Idee, dass alles in einem zusammenhängenden Multiversum spielt, das eben gerade einen anderen Ansatz verfolgt als Marvel es tut. Und darum habe ich mir, wie schon bei Marvel, auch hier die Mühe gemacht, einen Leitfaden zu erstellen, wie sich das Multiversum am besten erschließen lässt – in einer kohärenten Reihenfolge. Da ich selbst noch nicht richtig eingestiegen bin, muss ich dabei natürlich auf die Quellen vertrauen, die solche Listen zusammengestellt haben. Neben Ausstrahlungszeitpunkten der einzelnen Folgen spielen dabei auch gleichzeitige Elemente eine Rolle (Weihnachten etc.), die in der Aufstellung eine Rolle spielen. Und natürlich gibt es da die Crossovers, die mit den Jahren einen immer größeren Stellenwert bekommen haben, und in der aktuell laufenden Season sich über gleich vier Episoden erstrecken werden.

Die resultierende Viewing Order könnt ihr euch hier als pdf herunterladen und ausdrucken – und so immer auf dem aktuellen Stand sein, was als nächstes ansteht. Die Liste ist unterteilt in 5 Jahre Arrowverse, und bis auf eine Ausnahme ordnen sich die jeweiligen Seasons streng den einzelnen Jahren unter. Diese Ausnahme ist Supergirl Season 2, die direkt an die erste Season anzuschließen scheint und daher schon einsetzt, bevor die anderen Serien mit ihren entsprechenden Staffeln fertig sind. Auch die größeren Crossovers sind gesondert markiert.

Falls ihr noch weitere Vorschläge oder Errata habt, lasst es mich einfach wissen! Podcastvorschläge zu diesem Thema sind auch immer erwünscht. Ein Update dieser Liste wird es dann voraussichtlich nach Abschluss der 2017-2018er Season (Year Six) geben. Quellen sind im pdf am Ende des Dokuments beigefügt.

Marvel Cinematic Universe viewing shizzle

2017 sollte für mich das Star Trek Jahr werden, und das ist auch weiterhin so. Dennoch habe ich in letzter Zeit ein wiederaufflammendes Interesse am derzeitigen Superhelden-Boom entwickelt, das ich zu großen Teilen im letzten Jahrzehnt wenig beachtet habe. Und so kam es, dass ich mich mal tiefgreifend mit der Struktur des derzeitigen Film und TV-Outputs von Marvel und DC beschäftigt habe. Ich bin jemand, der sich gerne ein vollständiges Bild davon verschafft, wenn es darum geht sich in ein neues Thema einzuarbeiten. Das ist bei Star Trek so, und das ist auch nun beim Thema Super Heroes so. Dass die Sache aber SO kompliziert ist, hatte ich im Vorfeld nicht so abgeschätzt.

(cc-by-2.0 BagoGames)

Bevor ich mich in diese Thematik eingearbeitet hatte, kannte ich aus dem MCU praktisch nur Iron Man 1. Ein Film, den ich aber sehr positiv in Erinnerung hatte, Iron Man ist durch diesen Film zu einem meiner liebsten Superhelden geworden. Aus dem DC Filmuniversum kannte ich Man of Steel und Batman v Superman, beide eher negativ hängen geblieben. In Sachen Serien kannte ich rein gar nichts.

Sehr schnell bemerkte ich, dass es zu diesem Zeitpunkt so gut wie unmöglich ist, rasch in beiden Universen auf den aktuellen Stand zu kommen, wenn man wie ich wirklich bei null anfangen möchte. Und daher habe ich mich zunächst einmal für Marvel entschieden und mich dort mit den Filmen und Serien beschäftigt. Das Marvel-Filmuniversum besteht, Stand jetzt, aus 16 Filmen die bereits released wurden, und diversen TV-Serien. Agents of S.H.I.E.L.D. ist dabei recht eng mit den Filmen verwoben, erst die vierte Staffel kann man ruhigen Gewissens durchschauen ohne Gefahr zu laufen, dass die Events eines Films direkte Auswirkungen auf den Handlungsverlauf nehmen. Auch die Serie Agent Carter knüpft direkt an die Ereignisse aus dem ersten Captain America-Film an. Und selbst die Marvel-Serien siedeln sich im MCU an, und sollten zumindest erst nach dem ersten Avengers-Film angeschaut werden.

Leider gibt es von Marvel keine offizielle Timeline, aber das haben sich einige Fans zu Herzen genommen. Es gibt haufenweise Timelines und Empfehlungen, wie denn jetzt das MCU korrekt zu schauen ist. Und oft auch recht widersprüchlich, insbesondere zu den späteren Staffeln. Das fällt dann aber meist auch gar nicht so sehr ins Gewicht. Doctor Strange etwa lässt sich gar nicht so spezifisch genau einordnen, Guardians of the Galaxy 2 hingegen spielt direkt nach dem ersten Teil.

Mittlerweile bin ich am Ende der dritten Staffel von Agents of S.H.I.E.L.D. angekommen. Die drei besten Filme, die ich bis hierhin geschaut haben, sind definitiv The Avengers, Captain America: The Winter Soldier, und Iron Man (1). Von den TV-Serien gefällt mir bislang die zweite Staffel von Daredevil am besten, aber auch Agent Carter finde ich enorm stark. Am schwächsten haben mir bislang die Thor-Filme gefallen – und auch Agents of S.H.I.E.L.D. ist insgesamt eher durchwachsen. Ich habe noch Hoffnung, dass mit der vierten Staffel Fahrt aufgenommen wird, wenn der Ghost Rider sein Stelldichein hat.

Ich habe für mich eine Liste erstellt, auf der ich ankreuzen kann was ich schon gesehen habe und somit immer im Blick habe, was als nächstes drankommt. Und diese möchte ich euch nicht vorenthalten, ihr könnt sie euch hier herunterladen und selbst ausdrucken:

Falls ihr Verbesserungsvorschläge oder Errata habt, nur her damit! Natürlich kann man drüber streiten, ob man Captain America wirklich vor Iron Man schauen sollte – insbesondere die Post-Credit-Scenes passen dann nicht ganz so gut hinein. Aber das ist auch wirklich nur bei den ersten Filmen ein „Problem“, und ich habe hier besser auf die Chronologie der Ereignisse geachtet. Orientiert habe ich mich primär an den beiden Quellen, die am Ende des PDFs genannt sind.

Ich habe auch lange nach sinnvollen Podcasts zur Begleitung gesucht, aber noch nicht das passende gefunden. Hier bin ich für Vorschläge offen. Einige vielversprechende Projekte wurden frühzeitig eingestellt, vielleicht weil sie zu ambitioniert waren und wirklich zu jeder Serienfolge auch eine Episode machen wollten. Zur Zeit höre ich den Hero Movie Podcast, die weitestgehend das gesamte Genre abdecken wollen und Episoden zu den verschiedensten Filmen und halben Serienstaffeln aufnehmen. Die Erscheinungsweise ist wöchentlich, und mit knapp 180 Episoden decken sie schon einen Großteil ab. Sobald ich einen Film geschaut habe, suche ich mir dort die entsprechende Episode heraus und packe sie in meine Podcast-Playlist.

Eine zweite Podcast-Empfehlung geht hinaus an die Super Hero Unit von Christian und dessen Kumpel Arne. Die beiden haben sich vorgenommen, das Superhelden-Filmuniversum chronologisch neu zu erarbeiten, angefangen im Prinzip bei Superman 1. Hier erscheint momentan monatlich eine neue Folge, und die beiden sind schon Mitte der 90er angelangt und haben die Batman-Filme abgearbeitet – sind also noch weit weg vom MCU oder gar der Justice League. Dennoch schwer zu empfehlen und ein guter Weg, sich das Superhelden-Genre an sich neu zu erschließen. Auch hier habe ich begonnen, mich durch die Episoden durchzuhören und die entsprechenden Filme nachzuholen.

gesehen. Enterprise (Season 1) #MissionStarTrek2017

Der erste Serien-Milestone der #MissionStarTrek2017 ist erreicht – die erste Staffel von Enterprise macht den Auftakt. In diesem Falle habe ich absolutes Neuland betreten – während ich die anderen Crews noch teilweise zuordnen kann ohne die Serien zu kennen, war mir die Crew von Enterprise völlig unbekannt. Auch war ich gespannt, wie die Prequel-Prämisse umgesetzt wurde – ein im Grunde immer schwieriges Thema. Die Prequel-Schwierigkeit bei Star Trek scheint noch eine Ebene höher zu liegen, etwa die Einführung neuer Alienrassen, die vielleicht in zeitlich nachfolgenden Serien entweder nie auftauchen, oder dort bereits so etabliert sind dass ihr Auftauchen in Enterprise Sinn ergeben sollte. Offenbar ist das nicht immer gelungen, aber das entgeht mir natürlich als jemand, der mit Enterprise den Zugang zu Star Trek sucht.

Der Fokus von Enterprise liegt auf der Exploration des Weltalls. Und das ist auch gut so – viele der kleinen Microstories, die hier Episode für Episode aufgemacht werden, gefallen mir besser als das, was die Filme mir bislang gezeigt haben. Obwohl die Umsetzung dann doch oft ziemlich holprig ist. Würde die Menschheit wirklich solch eine Crew zusammenstellen, um wissenschaftlich das All zu erkunden? Am ehesten kommt mir in diesem Punkt der Character Hoshi Sato entgegen, die als Communications Officer und Sprachtalent in vielen Episoden eben genau das macht: Sprachen zu studieren. Insgesamt finde ich es fast schon ein wenig unglücklich, dass durch den Zugriff auf die Datenbank der Vulkanier zu vieles bereits bekannt zu sein scheint, obwohl im selben Atemzug betont wird dass noch nie ein Mensch so weit von der Erde entfernt war wie in jenem Moment die Enterprise.

Ein wenig überrascht war ich aber dann doch, dass das All im Star Trek Universum überbevölkert ist mit sogenannten Humanoiden. Man braucht nur in eine beliebige Richtung fliegen, irgendwann wird man ganz gewiss auf jemanden treffen. Das war natürlich in irgend ner Form zu erwarten, aber das dies für praktisch jede einzelne Folge Thema ist, fand ich zumindest bemerkenswert. Insofern fand ich Episoden wie 1×06 Terra Nova oder 1×17 Fusion dann doch erfrischender als ursprünglich gedacht. Und gerade Terra Nova, in der die Enterprise einen verloren gegangenen uralten Außenposten der Erde besucht, birgt noch so viel mehr Prequel-Potenzial für Star Trek, was leider nicht weiter ausgeschöpft wird.

Mit die besten Episoden sind 1×13 Dear Doctor sowie 1×22 Vox Sola. Dear Doctor behandelt das Thema, ob man einfach so Gott spielen kann und das Schicksal zweier genetisch verschiedener Völker eines Planeten entscheidend beeinflussen darf, in diesem Falle durch ein Heilmittel. Ein Thema, das in Star Trek sicher schon häufig behandelt wurde. Hier hat mir insbesondere der Gewissenskonflikt des Doktors bzw. Cpt. Archers gefallen. Vox Sola erinnert stark an den 2016er Film Arrival, denn hier darf Hoshi so richtig aufblühen und muss eine Sprache entziffern, um ihre Kollegen zu retten. Ganz famos!

Der über allem schwelende Konflikt des Temporal Cold War ist mir natürlich auch nicht entgangen, aber für mich geht diese Thematik bislang nicht auf. Für eine Staffel mit 26 Episoden wird zu wenig Zeit hineininvestiert, um das Thema vernünftig auszuarbeiten. Und dann die dahinterliegende Zeitreisethematik, die grundsätzlich immer schwierig ist. Vielleicht wird es ja in der zweiten Staffel besser umgesetzt, die letzte Folge 1×26 Shockwave Part I ist dahingehend schon mal recht vielversprechend und auch ziemlich aufwendig inszeniert.

Ja, Enterprise taugt, zumindest schon mal in der ersten Staffel. 16:9 und oft ziemlich ansehnliche Effekte lassen sie recht modern wirken. Die Crew ist sympathisch, auch wenn die Charactere hier und da nicht super ausgearbeitet sind (bei Trip und Malcolm Reed merkt man das in der ersten Hälfte der Staffel recht deutlich). Der Pilotfilm liefert einen super Einstand in die Serie und gehört definiv zu den besseren Serienpiloten.

Wie geht es weiter? Hoffentlich mit mehr Science! In S1 wird ja bereits eifrig an der Enterprise herumgebastelt, neue Technologie getestet usw. – da kann die Prequel-Serie noch ordentlich punkten. Der Temporal Cold War wird durch den Zweiteiler, der mit der letzten Episode aus S1 beginnt, wohl oder übel weiterhin Thema sein – mal schauen. Ich bin gespannt!

07 / 10
gesehen auf: Netflix DE

#MissionStarTrek2017

Üblicherweise beginne ich das Jahr damit, einen Jahresrückblick zu schreiben. Fast ausschließlich in medialer Hinsicht, versteht sich natürlich. Das umfasste Spiele, Filme, Serien und Podcasts, weil dies meine meistkonsumierten Medien sind. Ich habe mir überlegt, das nicht mehr in dieser Form zu machen, auch wenn das immer ein schönes Zeitdokument war (vor allem für mich persönlich).

Wenn ihr wissen wollt, wie ich das Spielejahr 2016 so empfunden habe, hört doch mal bei PlayTogether rein, wo wir das Jahr 2016 in zwei wirklich ausführlichen Episoden besprochen haben. Könnt ihr entweder direkt auf der Website anhören oder herunterladen, oder ihr abonniert den Podcast in einer Podcastapp eurer Wahl. Spoiler: INSIDE ist mit Abstand mein Spiel des Jahres 2016 geworden.

In Sachen Filmen habe ich zum Jahresauftakt 2017 einen Letterboxd-Account erstellt, in dem ich fortan dokumentiere was ich übers Jahr so schaue. Falls euch das interessiert – folgt mir doch dort, oder klickt zumindest mal rein!

Stattdessen habe ich mir einen tollen Vorsatz für das Jahr 2017 gesetzt: Star Trek. Als ich im letzten Jahr drüben bei Second Unit eine Episode zu The Martian aufgenommen habe, stellte Christian mir die Frage, wie es denn bei mir bezüglich Star Trek aussehe. Nun, die Antwort ist: ich weiß so gut wie gar nichts über Star Trek. Aber irgendwie hat mich diese Frage dann im Laufe des weiteren Jahres ziemlich beschäftigt. Und ich bin Science Fiction ja auch überhaupt nicht abgeneigt, ganz im Gegenteil. Ganz besonders kann ich mich für Near Science Fiction begeistern (darum traf The Martian auch genau ins Mark), aber warum habe ich mich noch nie so richtig mit Star Trek auseinandergesetzt?

Nun, das liegt wahrscheinlich in allererster Linie an diesem überwältigendem Output in der Vergangenheit. Es gibt nicht weniger als 725 Episoden verteilt auf sechs Serien, 13 Filme, und natürlich steht auch die kommende Serie Discovery im Raum. Wo soll man da geschickt anfangen?

In Absprache mit David Noack habe ich mich darüber ein wenig ausgetauscht, und eine kleine Roadmap für die nächsten Monate erstellt. Wenn man es überhaupt Roadmap nennen möchte, aber es taugt zumindest um einen Einstieg in das Universum zu bekommen. Ein wenig habe ich z.B. die Befürchtung, dass The Original Series (TOS) für mich so gar nicht funktioniert, weil es schlicht so alt ist. Ob ich mich darauf einlassen kann? Ob das überhaupt auf dem großen Screen funktioniert, obwohl es ja für einen kleinen Röhrenfernseher optimiert wurde? Das hat mich in den letzten Jahren schon bei Akte X teilweise gestört, und die Serie ist ja um einige Jahrzehnte jünger. Vielleicht sind wir einfach zu sehr verwöhnt.

Meine Roadmap sieht zunächst einmal so aus:
Star Trek Filme 1-6: Diese Filme umfassen quasi die Phase zwischen TOS und The Next Generation (TNG), aber der dann Picard & Co. das Zepter übernommen haben. Das gibt mir die Chance, zumindest die TOS-Crew einmal kennenzulernen, und zu schauen wie sich das Franchise auf der ganz großen Leinwand schlägt. Stand jetzt habe ich dieses Projekt auch schon abgeschlossen, und werde die Reviews zu den Filmen hier im Blog nachreichen (oder ihr lest sie euch jetzt schon auf Letterboxd durch).
Enterprise: Dies ist die jüngste Serie, und gleichzeitig stellt sie ein Prequel dar, spielt sie doch noch vor TOS zu einer Zeit, als die Menschheit noch mit der relativ jungen Technologie herumspielt und das All exploriert. Der WARP-Antrieb schafft nur WARP 5, und Beamen ist bereits möglich, wird aber nur für Gegenstände genutzt. Die Serie umfasst 98 Episoden auf vier Staffeln, und meine Eindrücke werde ich hier posten sobald ich eine Staffel abgeschlossen habe. Das wird eine Weile dauern, und mich beschäftigen, bis es dann weiter geht mit Discovery. Enterprise wurde bereits ab Staffel 1 in 16:9 gedreht, und lässt sich damit wunderbar genießen.
Discovery: Sobald es hiermit losgeht, werde ich die neue Serie auch direkt verfolgen. Auf 13 Folgen angelegt, habe ich die Hoffnung dass das Erzählformat hiervon stark profitieren wird.

Das ganze garniere ich noch mit dem Trekcast, den ich in loser Folge immer mal wieder in meine Podcast-Playlist einwerfe. Auch habe ich mal geschaut, was es im Videospielbereich an Star Trek Spielen gibt, aber dazu später vielleicht mehr.

Best audio intros in media, part 2

Der Steffen (@Whistler82) war so nett und hat diese tolle Liste noch um viele tolle Intros erweitert – das geht leider in den Kommentaren etwas unter. Ich darf das hier mal hervorheben – da sind wirklich tolle Stücke dabei!

„Cooler Blogpost zu dem ich mich schon bei dessen Erscheinen äußern wollte, was aber irgendwie in Vergessenheit geriet. Als ich dann gestern zusammen mit meiner Freundin Akte X schaute, schoss mir quasi die Erinnerung an diesen Post wieder ins Gedächtnis. Mit dieser Einleitung habe ich auch gleich meine erste Ergänzung genannt. Einfach Kult. Wer pfeift da nicht mit?

Als nächstes möchte ich deinen Aufhänger sozusagen kontern. Visuell kommt es zwar nicht ganz an die Game of Thrones Intros heran aber musikalisch ist das Intro von den Tudors definitiv ebenbürdig.

Einer meiner absoluten Favoriten ist das Firefly Intro. Diese Melodie läuft auf der Blu-ray auch als Musikunterlegung des Menüs und ich habe es lange, oft und laut laufen lassen. Da will man wahlweise entweder auf einem Pferd durchs Wohnzimmer galoppieren oder mit der Serenity durchs All freelancen. Leider habe ich nur eine Fassung mit Standbild gefunden. Irgendwie ist das bei Serienintros öfter ein Problem. 🙁

Zur Abwechslung, das in meinen Augen ultimative Theme aus dem Bereich Games, perfekt choreographiert zu dem damaligen Halo 3 E3 Trailer. Ich wusste das Halo nicht mein Ding ist und als ich Halo 3 dann doch gekauft hatte wurde dieses Wissen bestätigt. Aber dieser Trailer sorgte dafür, dass ich das Spiel gekauft habe!

http://youtu.be/61riPrD-ny8c

Ebenfalls erwähnenswert ist das Theme zu Breaking Bad. Ein richtiges Intro hat die Serie ja eigentlich nicht aber dieses Theme, das in mannigfaltigen Variationen vorkommt ist einfach so dermaßen markant und geht definitiv nicht aus dem Kopf.

Ein musikalischer Exot ist definitiv das Theme zu Battlestar Galactica. Dieser Höreindruck wird dann auch durch die Wikipedia bestätigt (Zitat: „Der markant fremdartig wirkende Gesang aus dem deutschen Vorspann aller vier Staffeln der Serie ist eine Vertonung des Gayatri-Mantras, der bedeutendsten vedischen Hymne im Hinduismus.“). Die Serie ist, obwohl „nur“ eine Art Remake (Reinterpretation trifft es besser), in ihrer Umsetzung relativ unkonventionell. Mag man oder auch nicht. Bei mir war es nicht die Liebe auf den ersten Blick aber mittlerweile halte ich die Serie für eine der besten im Sci-Fi Genre.

Aus der Kategorie „superber audiovisueller Einstimmer“ bei denen vor allem die Kombination aus Musik und Bilder auf den Punkt sind, möchte ich hier einmal Walking Dead nennen.

Und in derselben Kategorie aber für mich noch eine Spur besser True Blood. Ist musikalisch einfach noch einen Zacken besser und visuell inspirierter. Hier weißte sofort „jo das spielt in den Südstaaten“.

http://youtu.be/Wet5OM7RR8Q

Auch passend und Stimmungsvoll ist das Intro zu Sons of Anarchy. Steht aber nicht auf derselben Stufe wie die drüber genannten Dinge. Ist aber trotzdem erwähnenswert weil es eine gut gemachte Variation des Themes und Intros gibt während der MC in Staffel 3 in Irland unterwegs ist. Unten folgen die Links. Leider leider nur mit Standbildern. So knickt der demonstrative Effekt natürlich ein.“


Danke Steffen!

Best audio intros in media

Es gibt da draußen eine Unmenge von Medien, die uns tagtäglich mit ihren Klängen beeinflussen – mal mehr, mal weniger prägnant. Ich hab mir mal die Mühe gemacht und einige Themes und Intros aus verschiedenen Medien herausgesucht, die mich am tiefsten beeindruckt haben, oder die schönsten Ohrwürmer erzeugen können. Sicherlich kann man diese Liste noch um einiges erweitern – Vorschläge sind in den Kommentaren daher gern gesehen 🙂

Game of Thrones: Ein wuchtiges, tiefdunkles Cellointro, das sich hier mit dem wahrscheinlich brilliantesten Vorspann der TV-Geschichte gepaart hat. Whoa – alleine deswegen muss man diese Serie gesehen haben.

https://www.youtube.com/watch?v=Z-TOHc7I1pc

Super Mario Land: schon nach den ersten zwei Tönen kann jeder die Melodie diesem Titel zuordnen. Weil es das Mario-Spiel ist, mit dem für mich die Videospiel-Leidenschaft erst so richtig begann, steht es hier stellvertretend auch für die vielen anderen Mario-Melodien, die man einfach gehört haben muss.

Star Wars: Jedes Kind weiß, dass nach diesen Klängen etwas unheimlich episches folgt. Naja, zumindest bei der alten Trilogie.

Die Sendung mit der Maus: Das vielleicht großartigste, was das deutsche Fernsehen je hervorgebracht hat. Die Titelmelodie verströmt wie keine andere eine Kombination aus guter Laune, Neugier, und Verspieltheit. Und sie bleibt extrem im Kopf hängen. Gut so!

CRE: Es gibt viele Podcasts da draußen mit tollen Intros – das von CRE, gleichzeitig einer der ältesten Vertreter in der Podcastszene überhaupt, bleibt mir am stärksten im Ohr haften. Schöner Hacker-Retro-Charme!

Hier reinhören

House: Insgesamt existieren drei Intros zu dieser Serie – eins brillianter als das das andere. Mir gefällt das Singapore Theme am besten.

Giana Sisters: Dieser Titel steht hier etwas unter Vorbehalt, weil ich die Melodie erst vor kurzem richtig schätzen gelernt habe. Gespielt habe ich Giana Sisters nie, aber dank der Verwendung als Intromusik beim tollen Stay Forever Podcast wurde sie mir in den letzten Jahren regelmäßig injiziert. Wer einen guten Remix findet, darf mich gern darauf hinweisen – alle Remixe, die ich mir bisher auf Youtube angehört habe, haben mich bisher nicht ansatzweise so begeistern können wie das Original.

Civilization 4: Das ist einfach Magie pur. Ich legte das Spiel anno 2005 ins Laufwerk, installierte es, freute mich auf die erste Partie – und blieb im Hauptmenü hängen. Lauschte diesem Lied, das dort in Endlosschleife läuft, für mindestens 30 Minuten. Baba Yetu heißt es, und ich empfehle an dieser Stelle auch das Album Calling all Dawns des Künstlers hinter diesem Meisterwerk, Christopher Tin. Zu Recht gewann dieser Song als erstes Videospiel überhaupt einen Grammy.

Bye bye, Google Reader

Die Ankündigung von Google, seinen Reader-Dienst einzustellen, hat mich zugegebenermaßen recht entzürnt. Ich habe eine ganze Menge an RSS-Feeds von diversen Blogs abonniert und in Ordner kategorisiert, die ich jeden Tag mehrfach aufrufe. Googles Reader-Dienst galt als das Sync-Mothership, welches die Feeds an die diversen Endgeräte weitergeleitet hat die so immer synchron gehalten wurden. Gelesen habe ich die Feeds mittels Reeder sowohl auf iPhone als auch auf meinen beiden Macs.

Nun ist bald Schluss. Google hat den Reader bereits von sämtlichen Seiten gestrichen, er ist nur noch direkt über http://www.google.com/reader aufrufbar. Und am 1. Juli wird er endgültig gekillt. Nach Alternativen habe ich lange Ausschau gehalten. Als vielversprechende Kandidaten haben sich beispielsweise Feedly, Newsblur, Digg und Fever entpuppt. Doch letztendlich entschied ich mich für den kostenpflichtigen Dienst Feedbin.me. Sicherlich mehr aus Bequemlichkeit, ist dieser Dienst doch bereits jetzt in Reeder integriert, so dass ich direkt dort weitermachen kann, wo ich am Ende vom Google Reader aufgehört habe. Die Migration von Google zu Feedbin gestaltet sich easy – einfach bei Google den Datenexport anstoßen, und die herausfallende xml-Datei in Feedbin reinwerfen, fertig. Unterschiede sind nur marginal – Google verwendet Ordner, Feedbin verwendet Tags.

Es bleibt so, wie es ist - dass ich Reeder zu einem komplett anderen Dienst migriert habe, fällt überhaupt nicht auf
Es bleibt so, wie es ist – dass ich Reeder zu einem komplett anderen Dienst migriert habe, fällt überhaupt nicht auf
Ich habe die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und gleich mal ein paar alte Feeds ausgemistet, neue eingefügt, vieles neu sortiert. Und alles ist wie vorher – nur das Mothership ist nun ein anderes. Auf dem Mac ist Reeder leider noch nicht in dem Stadium, hier wird derzeit nur Google unterstützt – gleiches gilt für die iPad Version. Generell wird Reeder sehr sparsam weiterentwickelt. Support für Feedly ist beispielsweise angekündigt, lässt aber noch auf sich warten. Dennoch ist diese App mein absoluter Favorit unter den Feedreadern. Den Umweg über den Browser gehe ich gerne mit, solange ich auf ein Reeder-Update für den Mac warte.

Die 2$ im Monat hätten dir gehören können, Google!

Für welche Google-Alternativen habt ihr euch entschieden?

Zweitausendzwölf

Lange ist hier nichts mehr geschrieben worden, das ist mir durchaus bewusst. Und leider ist seit dem Update auf WordPress 3.5 die Seite etwas zerschossen. Aber zur Zeit nimmt mich meine Diplomarbeit voll in Anspruch. Die Zeit, die ich sonst in diesen Blog gesteckt hätte, fließt derzeit voll in den Podcast, was mir große Freude bereitet. Ich hoffe, dass sich im nächsten Jahr einiges bessern wird, denn bei mir stehen, vor allem beruflich, große Schritte bevor.

Nichtsdestotrotz will ich hier auf jeden Fall wie schon in den Jahren zuvor meinen Jahresrückblick zum Besten geben. Im Vergleich zu 2011 fallen mir einige Awards deutlich leichter. Dass dies am vielleicht prägnantesten Videospiel der mindestens letzten Dekade liegt, sei dazu gesagt. Aber lest selbst!

Bester Podcast: Märchenstunde
Eigentlich müsste dieser Award wieder an Bits und so gehen, aber die haben ihn ja schon im letzten Jahr bekommen. Daher steht der Podcast erst im nächsten Jahr wieder zur Auswahl. Märchenstunde, produziert von Max und Björn, ist ein wunderbarer Podcast zum Abschalten. Es wird hier nicht einfach nur ein Märchen vorgelesen, sondern munter hineininterpretiert und die Märchen nach unseren heutigen Vorstellungen sogar für den BPJM Index vorgeschlagen. Die lockere Erscheinungsweise von gerade mal 10 Episoden im Jahr macht die Vorfreude auf die nächste Folge umso größer. Märchenstunde hat diesen Award im Jahr 2012 wirklich verdient!
Im letzten Jahr gab es hier auch den besten Podcast-Newcomer, nur hat mir in diesem Jahr keiner der neuen Podcasts, in die ich so hineingeschnuppert habe, so gut gefallen, dass ich da einen Favoriten gehabt hätte. Und der eigene Podcast steht hier natürlich außen vor. Darum fällt diese Kategorie in diesem Jahr flach.
märchenstunde.net

Best Movie: Ziemlich beste Freunde
Letztes Jahr schaffte ich es nicht, einen Favoriten zu küren – in diesem Jahr ist das easy. Ziemlich beste Freunde schafft es locker, gegen hochkaräter wie Amazing Spiderman, The Dark Knight Rises, Skyfall oder den Hobbit anzutreten und mit einer wirklich schön erzählten Story unsere Herzen zu erwärmen. Ja, der Film erschien erst am 5. Januar in den deutschen Kinos und zählt damit für mich in dieses Kinojahr.

Bestes Spiel: The Walking Dead
Nicht nur dank des Podcasts habe ich in diesem Jahr wieder ein bisschen mehr spielen können. Blockbuster wie Mass Effect 3 und Halo 4 sind erschienen, aber ein Spiel aus einer relativ kleinen Bude hat alle in die Tasche gesteckt. Die Rede ist natürlich von The Walking Dead: Season 1. Nie zuvor hat mich ein Videospiel mental dermaßen beschäftigt. Niemals zuvor musste ich während des Spielens den Controller häufiger mal ablegen, weil sich die Handlung mal eben komplett gewendet hat und ich völlig baff stehen gelassen wurde. The Walking Dead schafft, was noch nie ein Spiel zuvor geschafft hat. Ganz klar, das beste Spiel, was ich gespielt habe. Ich muss wirklich weit zurückdenken, um auf einen Titel zu kommen, der einen ähnlichen Impakt gehabt hat, bei mir zumindest. Und das war The Legend of Zelda: Ocarina of Time. Hut ab, Telltame Games, das hier ist euer Lebenswerk!

Bestes iPhone-Spiel: Lost Cities
Hier muss ich differenzieren: The Walking Dead kann nämlich auch auf dem iPhone gespielt werden. Das Spiel ist aber für den wirklich großen Screen im Wohnzimmer gedacht, darum fällt es hier für mich eindeutig heraus. Lost Cities macht das Rennen, weil es einen wirklich gelungene Umsetzung des Kartenspiels ist und einen süchtig machenden Online-Multiplayer besitzt. So müssen iPhone Spiele aussehen!

Beste iPhone App: Tweetbot
In diesem Jahr habe es nicht nur geschafft, meine Podcastabonnements aus iTunes herauszuziehen und in Instacast einzupflegen, sondern ich habe auch meinen primären Twitterclient gewechselt. Gerne würde ich hier Instacast als App des Jahres empfehlen, aber ein überhastetes Update auf Version 3 als Paid-Update, als auch das ein oder andere Problem nebenher ließen dies nicht zu. Daher wähle ich einen Twitterclient, und das, obwohl Twitter in diesem Jahr einiges falsch gemacht hat. Aber Tweetbot funktioniert einfach richtig gut, und zuverlässiger als alle Twitterclients, die ich zuvor benutzt habe.

Größter Fail: Christian Wulff
Ohne Worte.

Und sonst so?
Werde ich 2013 mal wieder richtig Urlaub machen.
Carsten und ich werden weiterhin fleißig podcasten – endlich sind ein paar gravierende Probleme beseitigt worden, vor allem die Tonqualität konnten wir seit den letzten beiden Folgen massiv verbessern. Dass wir im ersten Jahr bereits 10 Folgen zusammenbekommen haben, hätten wir beide anfangs nicht gedacht. An Themen mangelt es nicht, so dass ihr 2013 einiges erwarten dürft. Seid gespannt!
Und für 2014 werden wir sogar einen zweiten Roadtrip durch Deutschland starten, für den einiges vorbereitet werden muss. Die Vorbereitungszeit auf den ersten Roadtrip 2008 betrug knapp ein Jahr, und für die 2014er Neuauflage haben wir uns noch einiges mehr vorgenommen. Darüber erfahrt ihr aber im Laufe des Jahres noch einiges mehr.

2012 durfe ich einiges erleben, unter anderem war ich auf gleich drei Forschungsschiffen unterwegs, bin mit meiner Freundin zusammengezogen und habe mein Auto verkauft. Ich habe mich erfolgreich aus alten Social Networks abgemeldet (StudiVZ – kennt das noch jemand? Stayfriends anyone? Google Plus?) so gut es eben ging. Insgesamt bin ich auf jeden Fall zufrieden und sehe positiv in das neue Jahr.