2015 in review: Podcasts

Seit 2 Jahren ist extreme Bewegung im Podcast-Business! 2015 zeichnet sich für mich aber erstmals ab, dass wir in absehbarer Zeit die „Kontrolle“ über das Medium verlieren können. Als Background: Podcasts befinden sich derzeit immer noch auf einer Stufe vergleichbar zu Hochzeiten der Blogs. Das meiste ist self-hosted und self-published, aber nun wird langsam die nächste Stufe angesteuert. Wir werden sehen, wohin uns das führen wird, und ob tatsächlich mal ein ernstzunehmendes Podcastnetzwerk aus dem Boden sprießt (ich möchte es nicht das Podcast-Netflix nennen).

In Sachen Eigenproduktionen musste ich in diesem Jahr Prioritäten setzen, und darunter hat vor allem das wunderbare Podroll gelitten – in diesem Jahr ist das Projekt doch ziemlich eingeschlafen, und wir haben keine einzige Staffel produziert. Ich möchte das Projekt an dieser Stelle nicht für tot erklären, aber unter des doch recht arbeitsintensiven Jahres war nicht nur bei mir, sondern auch bei meinen Mitstreitern schlicht nicht genug Zeit für dieses Projekt. Auf der anderen Seite hatten wir ein recht erfolgreiches Jahr bei PlayTogether mit einigen Episoden, an die ich sehr gern zurück denke. Robert und ich haben endlich Gelegenheit gefunden, Destiny zu besprechen, und wir haben lange Episoden zu Fallout 3 und 4 aufgenommen. Zudem haben Carsten und ich uns endlich mal wieder ein Zelda-Spiel vorgenommen. In diesem Rhythmus kann es gern weitergehen.
Gastspiele gab es auch wieder, und herausheben möchte ich vor allem die Besprechung von Better Call Saul beim Lichtspielcast. Wir steuerten dem Programm von Second Unit im Rahmen ihrer Umstrukturierung eine Episode bei, und im dortigen Jahresrückblick bin ich ebenfalls kurz zu hören.

Einen Podcast des Jahres möchte ich dieses Mal nicht küren. Aber eine Entwicklung gutheißen, die bitte noch weiter intensiviert wird: serienbegleitende Podcasts, die das Serienschauen noch viel tiefgründiger machen. Explizit habe ich das zu Game of Thrones und zu Fear the Walking Dead gemacht (Serienjunkies-Podcast), würde das aber noch gern zu weiteren Serien begrüßen. Also – traut euch, liebe Podcastcommunity! Wie wärs mit nem Sopranos oder X-Files Rewatch-Podcast?
Ansonsten tue ich mich schwer, meine Podcastplaylist zu erweitern, da eigentlich kaum genug Zeit zum Hören all dieser tollen Episoden da ist. Für 2016 muss ich endlich auf eine neue Podcastapp umsteigen, da ich immer noch auf das mittlerweile eingestellte Instacast setze.

Diese Podcasts habe ich derzeit (Stand: 31.12.2015) abonniert:
ABZUG FM
Alternativlos
AstroGeo Podcast
Bildsprache Podcast
Bits und so
Countdown Podcast(*)
CRE: Technik, Kultur, Gesellschaft
Freak Show
Glaubenssache
Homestorys
Der Lautsprecher
Märchenstunde
Metaebene(*)
Origin Story
Pink and Blue Xbox Podcast(*)
Plauschangriff(*)
Radio Tatooine
Raumzeit
Retrozirkel
Second Unit
Sendungsbewusstsein
Serial
Serienjunkies
Spieleveteranen Podcast
Die Sprechkabine
Stay Forever
Studierzimmer
Top Score
WASD-Talk
Der will doch nur spielen!
Wir hören Stimmen!
Young in the 80s

(*): 2015 neu abonniert

2 Gedanken zu „2015 in review: Podcasts“

  1. Auf iOS/Safari lässt sich die Podroll Seite erst gar nicht aufrufen. Ist das gewollt/bekannt?

    Serienbegleitende Podcasts halte ich auch für eine super Sache. Meine Freundin nutzt das sehr intensiv. Ich würde es auch begrüßen wenn sowas noch von anderen Hosts als den Serienjunkies käme.

    Was die hier angesprochenen Serien angeht. Von der fünften Staffel Game of Thrones war ich, zugegeben auf recht hohen Niveau, relativ enttäuscht. Erst kommt man lange Zeit nicht in die Gänge nur um am Ende alles zu überstürzen und nahezu jeden Handlungsstrang in einem Cliffhanger enden zu lassen. Somit hat diese Staffel für mich den Geschmack eines unbefriedigenden Bindeglieds. Hoffen wir das es in der folgenden Staffel auch irgendwohin führt. Man sagt der Buchvorlage und seinem Autor ja gewisse Probleme nach ein Ende zu finden. Ich möchte hoffen das wir nicht die ersten Anzeichen der Abfärbung dieses Problems erlebt haben. Krönung der Staffel war dann noch die Empörung um eine gewisse Szene die Sansa betraf. Was war ich genervt von dieser hochstilisierten und fehlgeleiteten Empörung.

    Zu Fear the Walking Dead: Die originale Serie leidet seit man die Staffeln auf 16 Episoden inkl. Midseasonbreak aufgeblasen hat. Man ist schon fast auf Guilty Pleasure Niveau gesunken. Da kommt dieses Spin-off. Knackige 6 Episoden. Interessantes Konzept und was passiert? Man fährt die Karre voll gegen die Wand. Unvorstellbar wie man diese Phase der Zombieapokalypse so dröge inszenieren kann und mit dermaßen nervigen Charakteren versieht. Kurz danach startete die sechste Staffel des Originals. Wie oben beschrieben keine Serie frei von Makeln aber man hat sofort den Qualitätssprung gespürt, viel mehr Intensität. Selbst als wegen des aufgeblasenen Formats wieder angefangen wird zu strecken und auf das Midseasonfinale hingearbeitet werden muss, ist das Original um Welten besser. Naja so ist das halt wenn die Entstehungsidee aus der Marketingabteilung kommt.

    Als Podcastapp kann ich Overcast empfehlen. Smart Speed und Voice Boost sind praktische Features die man wirklich gebrauchen kann und ansonsten macht die App das was Instacast durch diverse Bugs nie gelang…sie tut was sie soll in dem Rahmen den ich erwarte. Übrigens klappt auch der Multidevicebetrieb sehr gut durch etwas das bei Instacast auch nie wirklich klappte…guter Sync. Sind einem Smart Speed, Voice Boost und Sync aus irgendeinem Grund total egal, dann sollte man zu Castro greifen. Wahrscheinlich die Podcastapp mit der schönsten UI. Was beide gemeinsam haben, sie sind nicht so überfrachtet wie es teilweise auch Instacast war.

  2. Ja, die podroll-Seite ist derzeit offline, da scheint ein WordPress-Update kapeister gegangen zu sein.

    Zum Serienkonsum habe ich grad einen Blogpost rausgehaun.
    Podcastapps probiere ich gerade durch, aber Overcast wirds vermutlich nicht werden. Habe aber noch keinen Favoriten für mich ausmachen können. Derzeit bereite ich einen Testlauf mit Pocketcasts vor…

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