Gamescom 2011

Mein voraussichtlich einziger Messebesuch im Jahr 2011 fand zur diesjährigen Gamescom im Messezentrum Köln statt. Mit der Erfahrung von der Games Convention 2008 in Leipzig und der Gamescom 2009 legte ich meinen Messebesuch auf den Freitag der von Donnerstag bis Sonntag für das breite Publikum geöffneten Spielemesse. Nach einigen Schwierigkeiten mit der Deutschen Bahn (Anschlusszug verpasst, darum erst eine Stunde später angekommen als eigentlich geplant) kam ich schließlich am Messebahnhof Köln-Deutz an. Immerhin gab es keine Schlangen und ich kam sofort auf das Messegelände. Hier traf ich mich zunächst mit @Mitch_Ellis und seiner Freundin.

Der grobe Messedurchgang offenbarte gleich die nun immer größer werdenden Schwächen dieser Messe: Altersbeschränkungen soweit das Auge reicht. Alle Spiele mit einer Alterskennzeichnung ab 16 bzw. ab 18 müssen in abgeschlossenen Pavillons gezeigt werden, an denen sich teils unendlich lange Schlangen gebildet haben (Schild am Battlefield 3 Stand: „Ab hier 6 Stunden Wartezeit“). Hier muss dringend etwas unternommen werden. Warum z.B. nicht einfach eine ganze Halle nur ab 16 bzw. ab 18 freigeben? Meine Zeit reichte jedenfalls nicht, um auch nur eine solche Schlange zu überleben. Mass Effect 3 und Gears of War 3 blieben mir somit verwehrt. Schade!

Dennoch gab es einiges zu sehen. Absolutes Highlight natürlich Forza Motorsport 4, mit Force Feedback Lenkrad an drei angeschlossenen Bildschirmen und Kinect-Headtracking, das ist absolute Königsdisziplin. Microsoft und Sony hatten beeindruckend große Messestände geschaffen, aber auch viele kleine Aussteller wussten zu begeistern.

Am frühen Nachmittag trafen wir dann einen sehr gestressten Alexander Sliwinski, seineszeichen Redakteur beim großen Spieleblog Joystiq.com und wohl auch Chefkoch beim DnA Foodcast, der aber nur ein paar Minuten aufbringen konnte.

Nach dem doch entspannten, wenn auch teilweise wenig wegweisenden Messebesuch brach ich dann wieder mit dem EuroCity zurück in die Heimat auf, nicht ohne jedoch vorher dem Kölner Dom einen Besuch abgestattet zu haben und in einem netten amerikanischen Restaurant Essen gewesen zu sein, in dem auch schon Bon Jovi und Eminem gespeist haben.

Pros und Kons:

+weitläufiger als 2009, dank zusätzlicher Halle

+Forza Motorsport 4

+an sich eine schönes Messegelände…

-…allerdings hoffnungslos überfüllt

-Deutsche Bahn

-Altersbeschränkungen

-Nintendo

-14 jährige „Fachbesucher“

Ob ich 2012 wieder nach Köln fahre steht noch in den Sternen, aber wer weiß, vielleicht haben Microsoft und Sony dann ja schon ihre neuen Konsolen enthüllt.

Ein Gedanke zu „Gamescom 2011“

  1. So ein Messebesuch ist schon ein Erlebnis. Ich selber war auf der AMI, der Cebit und auf der Games Convention. Trotz dieses Erlebnisses werde ich wohl, aus dem von dir ebenfalls angesprochenem Grund, so schnell keine Spielemesse mehr besuchen . Das was einen am meisten interessiert ist in der Regel mit stundenlangem warten verbunden und am Ende des Tages ist derjenige der die Messe von zu Hause via Internet verfolgt mindestens genauso gut informiert oder gar besser.

    PS: Immerhin wart ihr rasiert. ^^

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